Weiz erhält als erste steirische e5-Gemeinde den European Energy Award®

Am 19. Februar 2010 wurde im Festspielhaus Bregenz der European Energy Award® an die 35 energieeffizientesten e5-Gemeinden Österreichs verliehen. Die ausgezeichneten Gemeinden heben sich durch engagierten Einsatz und innovative Maßnahmen für Energieeffizienz und Klimaschutz hervor und wurden dafür von Umweltminister Nikolaus Berlakovich mit dem European Energy Award® prämiert, der höchsten europäischen Auszeichnung für energieeffiziente Gemeinden.

Die e5-Gemeinde Weiz bekam für ihren beharrlichen Einsatz zur Energieeffizienz als erste steirische Gemeinde den European Energy Award® in Silber überreicht. Der European Energy Award® ist das Europäische Pendant zum österreichischen e5-Programm. Die Auszeichnung ist eine beachtliche Leistung des Weizer e5-Teams nach nur vier Jahren e5-Programmteilnahme. Der Landesenergiebeauftragte Wolfgang Jilek betonte bei seinen Grußworten, dass noch viel Potential in allen 542 steirischen Gemeinden steckt und das Bundesland viele handelnde Akteure zu bieten hat – die alle für die Umsetzung der „Energiestrategie Steiermark 2025“ wichtig sind.

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Weiz erhielt als erste steirische e5-Gemeinde den  „European Energy Award“ in Silber,
v.l.n.r. Helga Rally vom steirischen e5-Programm-träger LandesEnergieVerein, Geschäftsstellenleiter
e5-Österreich Heimo Bürbaumer, Minister Nikolaus Berlakovich, Weizer e5-Koordinatorin Barbara Kulmer, Weizer e5-Teamleiter Stadtrat Oswin Donnerer.

Foto: Christine Kees

Die steirische Delegation mit dem Landesenergie-beauftragten Wolfgang Jilek, den VertreterInnen der Stadtgemeinde Weiz:
e5-Koordinatorin Barbara Kulmer, e5-Teammitglied Gertrude Offenbacher, e5-Teamleiter Oswin Donnerer sowie der e5-Betreuerin Helga Rally vom steirischen Programmträger LandesEnergieVerein (v.r.n.l.)

Foto: LandesEnergieVerein Steiermark

Die drei Stockerlplätze der energieeffizientesten Gemeinden gingen nach Westösterreich: die Vorarlberger Gemeinden Langenegg, Mäder und Zwischenwasser belegten die Plätze 1 bis 3 im Ranking des European Energy Award, das knapp 600 Städte und Gemeinden aus ganz Europa bewertet. Dahinter folgen Vorreitergemeinden aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien und fünf weiteren europäischen Ländern. Neben den drei Siegergemeinden erhielten den European Energy Award® Gold, die Top-Kategorie für energieeffiziente Gemeinden, die Vorarlberger Gemeinde Wolfurt, die Tiroler Gemeinde Virgen sowie St. Johann in Salzburg. In der Kategorie Silber wurden insgesamt 29 Gemeinden aus Kärnten, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg ausgezeichnet.

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Die 250 TeilnehmerInnen der 35 ausgezeichneten Gemeinden füllten das Festspielhaus in Bregenz mit erneuerbarer Energie.

Bundesminister Nikolaus Berlakovich nahm in seiner Festrede zur Lage der Klimaschutzpolitik nach Kopenhagen Stellung. Er hob die Bedeutung der Gemeinden und Städte bei den gemeinsamen Anstrengungen für eine Energiewende hervor: "Meine Vision ist die Energieautarkie für Österreich. Gerade die Gemeinden sind hier Motoren, die viel voranbringen." Besonders hob der Minister in diesem Zusammenhang die Unterstützung für Regionen beim Aufbau von zukunftsweisenden Energiemodellregionen durch Fördermittel aus dem Klima- und Energiefonds hervor, sowie die Unterstützung für Gemeinden durch die klima:aktiv Programme.

Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut in Deutschland verdeutlichte die Zukunftsfähigkeit des Klimaschutz in einer globalen Welt und überreichte manch Gästen symbolisch Wäscheklammern gegen Energieverschwendung. Buchempfehlung - "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", Fischer Taschenbuch Verlag 2008.

Cornelia Brandes würdigte die Gemeinden als Präsidentin des European Energy Award®. Stolz auf die engagierten Gemeinden war auch Adi Groß vom Energieinstitut Vorarlberg, der sich als Obmann des e5-Vereins Österreichs für das Gemeinde-Umsetzungsprogramm verantwortlich zeichnet.

Was bedeutet „e5“?
e5 wendet sich bundesweit an Gemeinden, die den effizienten Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energieträger in den Vordergrund stellen. Die Umsetzung des Programms findet in den Bundesländern durch die jeweiligen Landesprogrammträger statt, in der Steiermark durch den LandesEnergieVerein.
ähnlich einem Qualitätssicherungsverfahren in der Wirtschaft wurde e5 ins Leben gerufen, um für alle energieeffizienten Gemeinden in Österreich einen einheitlichen, objektiven Standard zu gewährleisten und ein überregional anerkanntes Markenzeichen zu schaffen, das mit bis zu fünf „e“ eine Auszeichnung für die erfolgreiche Realisierung von Energieeffizienz abbildet. Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog dient als Grundlage für die Beratung der Gemeinden sowie die Evaluierung energierelevanter Aktivitäten durch e5-ExpertInnen, der sich die teilnehmenden Gemeinden in regelmäßigen Abständen unterziehen müssen. Dem Umsetzungsgrad entsprechend werden die Gemeinden mit bis zu fünf „e“ ausgezeichnet. Jene Gemeinden, die mindestens drei „e“ erreichen, erhalten den European Energy Award®, Gemeinden mit fünf „e“ können sich für den European Energy Award® Gold bewerben, die Sieger werden in einem internationalen Audit gekürt.
Mittlerweile nehmen österreichweit 78 Gemeinden und Städte am e5-Programm teil, wobei die Einwohneranzahl der teilnehmenden Gemeinden mit Anfang 2010 die Marke von 600.000 BürgerInnen überschritten hat.

Steirische e5-Auszeichnung
In der Steiermark arbeiten derzeit 13 Gemeinden aktiv an der Umsetzung ihrer Energieprojekte. Zur Auditierung im Sommer 2010 haben sich bereits 6 Gemeinden angemeldet.

Mehr Infos gibt’s auf:

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erstellt am: 30.06.2008 / aktualisiert am: 20.05.2009